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Atemregler

Ein Atemregler, auch als Lungenautomat oder Automat bezeichnet, erlaubt ein normales Atmen während des Tauchgangs. Bei modernen Geräten besteht er aus einer ersten und einer zweiten Stufe. Neben der ABC-Ausrüstung mit Tauchmaske, Schnorchel und Tauchflossen, dem Neoprenanzug, der Tarierweste und dem Tauchcomputer gehört der Atemregler zur Grundausstattung eines jeden Tauchers.


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Wie funktioniert ein Atemregler?

Das Atemgas steht in einer Tauchflasche unter hohem Druck. Mithilfe des Atemreglers wird dieser Druck so reduziert, dass ein Taucher unter Wasser normal atmen kann. Der Druckminderer der ersten Stufe verringert den Flaschendruck auf einen Wert, der je nach Hersteller zwischen vier und zwölf bar über dem Umgebungsdruck liegt. Durch die zweite Stufe wird er weiter vermindert, bis er den Umgebungsdruck erreicht.

Bei modernen Tauchausrüstungen sind die ersten Stufen der Atemregler zusätzlich mit weiteren Teilen verbunden:

  • dem Finimeter,
  • dem Oktopus,
  • einem oder mehreren Inflatorschläuchen für die Tarierweste oder den Trockentauchanzug.

Die zweiten Stufen der Atemregler unterbrechen die Luftzufuhr nicht, wenn ein Defekt auftritt. In diesem Fall strömt die Luft kontinuierlich aus.

Blasenabweiser und Luftdusche – wichtige Zusatzfunktionen für Atemregler

Bei den meisten Atemreglern sind zwei weitere Funktionen in die zweite Stufe integriert: die Luftdusche und der Blasenabweiser. Bei der Luftdusche handelt es sich um eine Taste am Gehäuse des Mundstücks. Wenn der Taucher sie betätigt, wird die zweite Stufe des Atemreglers mit Luft geflutet und eventuell vorhandenes Wasser herausgespült. Zusätzlich wird die Luftdusche zum Aufblasen von Signalbojen unter Wasser verwendet. Der Blasenabweiser ist ein seitlich verlagertes Ventil zum Ausatmen. Dadurch entweicht die Luft nach hinten und bildet keine Blasen im Sichtfeld des Tauchers.

Oktopus – der Ersatzatemregler

Ein Oktopus stellt eine zusätzliche zweite Stufe des Atemreglers dar. Er dient als Back-up für den Fall, dass der Hauptatemregler Probleme verursacht. Die beiden zweiten Stufen sind identisch in ihrer Funktion und Bauweise. Nur seine farbliche Markierung weist den Oktopus als Ersatzautomaten aus. Er kommt zusätzlich in Notsituationen zum Einsatz, um den Tauchpartner mit Atemluft zu versorgen. Normalerweise sind Haupt- und Ersatzatemregler an dieselbe erste Stufe gekoppelt. Wenn diese ausfällt, funktioniert auch der Oktopus nicht mehr.

Bei Tauchgängen in europäischen Breiten kann es ab einer Wassertemperatur von 10 Grad durch Vereisung zu einem Ausfall der ersten Stufe des Atemreglers kommen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, in kalten Gewässern oder beim Eistauchen ein redundantes Atemsystem zu verwenden. Der Oktopus kann dabei mit einer zusätzlichen ersten Stufe an einem separaten Flaschenventil befestigt werden. Generell ist es empfehlenswert, den Hauptatemregler und den Oktopus in der gleichen Verarbeitungsqualität zu erwerben.

Für weitere Informationen schauen Sie sich unseren Atemregler-Test an. Er gibt Ihnen Sicherheit bei der Kaufentscheidung.